Vakarufalhi, Malediven

Zielort:
Dauer:
Reiseveranstalter:

Zeitraum:
Insel Vakarufalhi, Ari-Atoll, Malediven
2 Wochen
Transair
15.07.97 - 30.07.97

Buchung

Wir haben die Reise bei Transair gebucht, da dieser Veranstalter am günstigsten war. Von Deutschland wird Vakarufalhi auch von Tjaereborg angeboten, dann ist die Reise für 14 Tage aber über 400,- DM teurer! Ansonsten gibt es noch den Veranstalter Manta-Reisen aus der Schweiz, der die Insel anfliegt. Aus diesem Grund sind immer viele Schweizer auf der Insel. Die ständige Reiseleiterin auf Vakarufalhi ist ebenfalls von Manta-Reisen, während der Vertreter von Transair auf Lili-Beach wohnt und nur einmal die Woche vorbeischaut.

Anreise

Die LTU fliegt mit einer Boeing 767 direkt von Frankfurt nach Male (Tip: in Flugrichtung links sitzen, damit man eine bessere Sicht beim Landeanflug auf die Malediven-Inseln hat). Vom Flughafen Hulule geht es dann per Airtaxi (Wasserflugzeug) nach Vakarufalhi (Achtung: nur 20kg Gepäck frei, jedes Kilo darüber kostet US$ 2). Das Airtaxi landet bei der Einheimischeninsel Dhangeti an einem Ponton, von dem man mit einem Dhoni abgeholt und nach Vakarufalhi gebracht wird (30min Fahrtzeit). Die Anreise war zwar ganz angenehm, aber im Wasserflugzeug kann es bei Zwischenlandungen sehr heiß werden, da man normalerweise im unklimatisierten Flieger sitzen bleibt.

Insel

Die wunderschöne Insel ist oval, relativ klein und von sehr schönen Stränden umgeben. Die Vegetation besteht aus vielen Kokospalmen und Scaevolabüschen, ist naturbelassen, doch nicht allzu dicht bewachsen. Das Hausriff ist kreisförmig und umgibt die Insel relativ dicht. Die Lagune ist zwar teilweise von Korallenstöcken durchsetzt, doch gibt es viele freie Stellen zum Schwimmen. Die insgesamt 50 Bungalows verteilen sich rund um die Insel, die einheimischen Angestellten und der Generator sind etwa in der Mitte der Insel untergebracht. Beim Bootsanlegesteg befindet sich die Rezeption, daneben die Bar mit Strandterasse, und rechts davon das schneckenförmige Restaurant mit Blick aufs Meer. Der Shop (T-Shirts mit Wunschbemalung, Postkarten, Sonnencreme, Filme, Souvenirs u. ä), die Tauchbasis und ein Volleyball-, Tischtennis- und Badmintonplatz befinden sich etwas geschützt ein paar Meter weiter innen in der Insel. Hinter der Bar gibt es noch einen Raum mit einer kleinen Bibliothek aus von Touristen zurückgelassenen Taschenbüchern und Zeitschriften, ein paar Spiele, eine Dartscheibe (Pfeile mt Metallspitze sollte man selbst mitbringen) und ein Fernsehen mit Video, an dem der Tauchlehrer manchmal Unterwasserfilme zeigt.

Auf der Insel wird alles mit Unterschrift bezahlt, Bargeld (kleine US$-Scheine) ist nur für Trinkgelder notwendig. Die Getränkepreise sind malediventypisch, ca. 2,25 US$ für Softdrinks, 4 US$ für Bier, Wein und alkoholfreie Cocktails, und ca. 8-9 US$ für alkoholische Cocktails. Exkursionen (Besuch von Einheimischen- und Touristeninseln, Nachtfischen, Schnorchelausflüge) werden angeboten und kosten zwischen 10 und 20 US$.

Bungalows

Die Bungalows sind groß, sauber, fast luxuriös und sehr geschmackvoll eingerichtet (Boden gefliest). Alle Bungalows sind mit einer sehr guten Klimanalage (genau regelbar), einem Deckenventilator und Kühlschrank (Minibar) ausgestattet. Sitzgelegenheiten, Tisch, Kommode, sehr großes Doppelbett, großer Spiegel und Schrank sind vorhanden. Das große Bad ist mit Badewanne (Dusche), großem Spiegel, großem Waschbecken und Toilette ausgestattet. Eine Wand ist halboffen und führt in einen kleinen, von einer Mauer eingefaßten „Innenhof“ mit einer Außendusche. Wäscheleine vorhanden. Das offene Bad ist nicht klimatisiert und gelegentlich können Ameisen und andere Insekten eindringen. Uns störte dies nicht besonders, sondern wir fanden das Bad sehr originell.

Die Bungalows sind teilweise zu Doppelbungalows zusammengefaßt, ansonsten stehen sie zwischen 1,5m und mehreren Metern auseinander. Wir waren mit der Lage unseres Doppelbungalows (Nr. 149/150) sehr zufrieden, da er etwas weiter weg von den anderen stand und einen sehr großen und sehr schönen eigenen Strandabschnitt besaß (Entfernung zum Wasser ca. 10m).

Essen

Die Küche hat uns wirklich beeindruckt. Die Köche lassen wirklich bei keinem Gast Wünsche offen. Das Essen (morgens und mittags Buffet, abends teilweise Buffet, teilweise a la Card) war immer ausgezeichnet und sehr vielseitig, was auf den Malediven schon außergewöhnlich ist, da nahezu alle Produkte (außer Fisch) importiert werden müssen.

Die Köche kreierten ein echt maledivisches Buffet genauso hervorragend wie typische Gerichte der europäischen Küche. Die Gerichte während unseres zweiwöchigen Aufenthalts wiederholten sich so gut wie nie. Selbst die Desserts (z. B. selbstgemachtes Eis, Tiramisu, Kuchen, Mousse au Chocolat) hätte jedem 5-Sterne-Hotel alle Ehre gemacht.

Für leidenschaftliche Fischliebhaber gab es zwar etwas wenig Fisch, aber dafür war die Auswahl bei den Fleischgerichten sehr groß (Lamm, Rind, Schwein, Huhn, Truthahn). Auch für Pasta-Liebhaber und Vegetarier gab es immer genug Auswahl. Gegen Aufpreis konnte man auf Wunsch auch Langusten und Riesengarnelen bestellen.

Service

Die Angestellten waren durchweg sehr freundlich und zuvorkommend, die Barkeeper gehörten allerdings nicht gerade zur schnellen Truppe. Die Room-Boys arbeiteten immer sehr zuverlässig und machten sich jeden Abend die Mühe, die Decken der Betten in verschiedenen Mustern zu falten. Mit der Bedienung im Restaurant waren wir ebenfalls sehr zufrieden und man konnte sich auch mit besonderen Wünschen an sie wenden (unser Kellner besorgte und schenkte uns zum Beispiel maledivische Münzen, die wir einem Bekannten von uns mitbringen wollten, der Fremdwährungen sammelt).

Schnorcheln

Für Schnorchler bietet das Hausriff ideale Bedingungen. Das Hausriff ist sehr schön und nahezu völlig intakt. Besonders günstig war, daß der Bootsanlegesteg direkt bis zur Riffkante führt, was es unnötig macht, schwimmend und schnorchelnd den parallel zum Steg führenden Riffkanal zu benutzen. Man kann direkt an einem der interessantesten Teile des Riffs mit einer Leiter hinabsteigen und ist sofort mittendrin im Geschehen! Ein weiterer Steg und ein Riffkanal befinden sich auf der anderen Seite der Insel, so daß es sich anbietet, jeweils eine Hälfte der Insel am Hausriff entlang zu umrunden (Dauer ca. 1 bis 1½ Stunden. Wegen leichten Strömungen ist etwas Ausdauer notwendig).

Die Flora und Fauna am Riff ist sehr vielfältig. Neben allen Arten von Korallen und den üblichen bunten Korallenfischen, sieht man gelegentlich auch Weißspitzen-Haie, Muränen, Adlerrochen und Karettschildkröten. Manchmal sollen sogar Delphine in die Nähe des Riffs kommen.

Tauchen

Die Pro Divers Tauchschule steht unter schweizer Führung und ist modern ausgerüstet. Beim ersten (Orientierungs-)Tauchgang wird kontrolliert, ob man die notwendigen Übungen beherrscht.

Einige berühmte Tauchplätze im Ari-Atoll sind von Vakarufalhi aus per Dhoni erreichbar. Zu sehen gibt es (mit etwas Glück) alles, was das (Taucher-)Herz begehrt: z. B. Mantarochen, Grau- und Weißspitzenhaie, Schildkröten, Netzmuränen, mit sehr viel Glück auch mal einen Walhai.

Auch Wracktauchen wird manchmal angeboten. Sehr schön (gruselig) und interessant sind auch Nachttauchgänge am Hausriff.

Die Preise liegen im Rahmen des üblichen für die Malediven (Einfacher Tauchgang mit geliehener Ausrüstung: 36 US$, Tauchcomputer: 3.50 US$, Dhoni-Fahrt: 10 US$, 7 Tage PADI-Tauchkurs: 495 US$).

Publikum

Die meisten Gäste der Insel kamen aus der Schweiz, dicht gefolgt von Deutschen. Die restlichen Gäste kamen während unserer Anwesenheit aus Österreich, Italien, Frankreich, Japan und Norwegen. Der größte Teil der Gäste bestand aus Paaren (Alter ca. Anfang 20 bis 50), und ein paar jungen Familien. Die Stimmung war recht locker und familiär.

Gesamteindruck

Trotz gewisser organisatorischer Mängel im Zusammenhang mit den Exkursionen hat uns der Urlaub sehr gut gefallen und wir können Vakarufalhi jedem empfehlen, der eine bildschöne und luxuriöse Malediveninsel mit sehr guten Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten sucht, die praktisch keine Wünsche offen läßt. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (bei Buchung mit Transair).



Mario Anthes
E-Mail: anthes@iafrica.com


Urlaubsfotos von Vakarufalhi


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